Sunday, 19. june 2011
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/2011 09:53
Von Hamburg aus sind wir mit dem Zug nach Warschau gefahren. Nach einer Übernachtung im Hotel ging es am nächsten Morgen los. Warschau ansich ist keine schöne und sehenswürdige Stadt,
was uns eigentlich ganz recht war, da iwir endlich wieder in die Pedale treten wollten. Es war schwierig, einen Weg neben aus der Stadt zu finden, da neben dem wahnsinnigen Verkehr auch
viele Baustellen die meisten Wege blockierten und man umgeleitet wurde.
Schliesslich, nach einigen Umwegen, waren wir auf einer Landstrasse Richtung Nordosten angekommen. Wir hatten einige Stunden mit der Ausfahrt aus Warschau verbracht, sodass ich
auch unser Tagespensum nicht mehr erreichen konnten. Also beschlossen wir in Lochow zu übernachten.
von mein-radtagebuch
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Monday, 20. june 2011
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/2011 10:05
Als wir morgens aufwachten, regnete es und wir mussten uns überwinden weiterzufahren, da es auch nicht sonderlich warm war. Nach einem morgentlichen Kaffee packten wir das Zelt und
unsere sieben Sachen zusammen und machten muns auf den Weg zu den Masuren. Wir wählten den kürzesten Weg - die Landstrassen. Was ich anfangs als gute Idee hielt, enpuppte sich später
als gefährliche Realität. Hunderte von Lastwagen rasten wenige Zentimeter an uns vorbei und im Dauerregen bekamen wir eine Wasserdusche nach der anderen ab. Nach zwei Stunden Landstrasse
musste wir eine Pause einlegen, da es verdammt anstrengend war das Rad mit dem Gepäck und bei diesem Wetter permanent im Gleichgewicht zu halten. Die Gegend zwischen Lochow und Kolno war
nicht besonders belebt - ausser der Landstrasse. Wir wollten irgendwo eine Möglichkeit finden trocken einige Minuten Rast zu machen, um mich etwas zu erholen. Dieses taten wir
schliesslich an einer Bushaltestelle, die mir zumindest vor dem Regen Schutz bot.
Gegen Mittag lies der Regen etwas nach, die Strasse war aber dennoch naß und die LKW´s nahmen verständlicher Weise auch keine Rücksicht auf einen Radfahrer. Also fuhren wir stur gerade aus.
Abends sind wir dann endlich in Kolno angekommen. Ein kleines Städtchen bzw. ein größeres Dorf.
Da es gegen Abend aufgehört hatte zu regnen und die Sonne den Anschein machte, sich für längere Zeit blicken zu lassen, beschlossen wir wieder das Zelt aufzubauen und die Nacht draußen
zu verbringen. Das klingt natürlich nicht nach Erholung nach so einer Strapatze, aber wir waren ja nicht hier um einen all inklusiv Urlaub am Strand zu verbingen, sondern um mit dem Rad einen
Teil Osteuropas zu entdecken und mit der Natur zu Leben.
von mein-radtagebuch
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Tuesday, 21. june 2011
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/2011 10:21
Das schien ein schöner Tag zu werden: Wir wurden von der Sonne wach geküsst! Wir waren voller Tatendrang und wollten weiter, da uns der Ehrgeiz wieder gepackt hatte und wir
unbedingt in meiner vorgegeben Zeit bleiben wollten, da auch 3 Wochen Urlaub schnell vorbeigehen können. Also warteten wir, bis die Sonne mein Zelt komplett getrocknet hatte und stiegen gegen 9
aufs Rad. Die Gegend um die Marsuren ist wirklich wundervoll. Der absolute Kontrast zu der vorgelagterten Städten und Landschaften. Hier ist die Natur noch relativ unberührt. Selbst die
Kornfelder sind nicht so stark mit Ungeziefer Bekämpfungsmittel vergiftet. Hier wachsen mitten in den Feldern verschiedenste Kornblumen.
Natürlich merkt man hier auch das erhöhte Aufkommen des Tourismus, aber es hält sich alles im Rahmen. die Strasse bzw. Radwege sind hier erheblich besser, teilweise sogar absolute Spitzenklasse.
Die Seenlandschaft muss man einfach mal gesehen haben. Tolle, ruhige Landabschnitte mit herrlichen Ausblicken. Einige polnischen Nachbarn wissen auch, wie man die Touristen abzockt, aber
allgemein waren die Menschen dort sehr nett und hilfsbereit.
Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz mit direkten Blick auf einen See. Sehr romantisch, aber mit vielen Mücken. ;-)
von mein-radtagebuch
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Wednesday, 22. june 2011
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/2011 15:00
Ein schöner, sonniger Morgen! Herrlich so auf zu wachen. Direkt am See...Also haben wir ein langes Frühstück genossen, unsere Fahrräder von dem Dreck und Sand der letzten Tage gereinigt und
wollten uns auf den Weg machen. Der Inhaber des Campingplatzes hielt mich auf dem Weg zum Ausgang an und verlangte mehr Geld, als dass wir gestern für den Platz und Dusche/ Toilette bezahlt
hatte. Wir hätte ja noch das Waschbecken und das Spülbecken benutzt. Dafür wollte er nochmal 6 Euro haben. Naja, ich hatte keine Lust, mich mit Ihm zu streiten, da er auf einmal kein
englisch mehr verstand....Also zahlte ich ihm das verlangte Geld.
Die Tour ging weiter durch Feldwege und Schotterpisten, die z.T sehr versandet waren und somit auch schwer zu befahren waren. Nach ca. 10 km war wieder eine normale Strasse in Sicht. Die schöne
Umgebung, die wir gestern bestaunt hatten wurde wieder trister und sehr karg. Einsame Strassen durch mehr oder weniger verlassene Ortschaften begleiteten den Weg. Die Einzigen Lichtblicke
waren die vielen Storchennester mit Ihren Jungen Störchen. Die waren zu hunderten am Wegesrand auf den Dächern oder Strommasten zu beobachten.
Endlich in der nähe von Jawolo angekommen suchten wir uns einen Platz zum zelten. Mitten in der Natur war das kein Problem. das Wetter war inzwischen auch sehr gut und warm, also Zelt
aufgebaut, kurz etwas zu abend gegessen und dann ab ins Bett.
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Thursday, 23. june 2011
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/2011 17:09
Wir hatten eine wunderbare und ruhige Nacht verbracht. Heute mussten wir aufpassen und uns strikt an die Karte halten, da es insgesamt nur drei Grenzübergänge nach Lithauen gab. Also
machten wir uns früh auf die Socken. Die Wege und Strassen wurden auch Richtung Lithauen nicht besser, eher etwas schlechter. Da es jetzt schon wenige Tage trocken war, waren die
Schotterpisten sehr staubig. Jedes Mal, wenn ein Auto an uns vorbeifuhr hatten wir eine Ladung Staub gegessen. Wunderbar....
Wir hofften immernoch, dass es in Lithauen bessere Strasse gab. Nach dem Grenzübergang sah es aber auch nicht bessr aus. Gut, also sammelten wir unsere letzten Kräfte für diesen Tag,
da unsere Arme durch die vom Regen ausgewaschenen Wege mit Ihren Rillen eine starke Belastung für die Arme war. Nur gut, dass ich eine gefederte Gabel hatte.
Ein Gutes hatte die wenig besiedelte Gegend: Hier konnte man ohne Probleme zelten und man störte keinen.
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