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Friday, 30. december 2011 5 30 /12 /Dez. /2011 17:36

Mein letzter Radfahr-Tag war gekommen. Noch ca. 50 km, dann habe ich mein Ziel erreicht. Also ging ich die Sache langsam an und machte noch einen kleinen Bummel durch Padova bei Tageslicht. Gegen 11 Uhr brach ich nach Vendig auf. Um aus Padova herauszukommen musste man sich durch den dichten Stadtverkehr wühlen. Die ungefähre Richtung kannte ich. Auf dem Weg hielt ein älterer Herr an und kam mir mit einer Karte in der Hand entgegen und fragte mich, wo ich hin möchte. Ich erklärte ihm, dass ich nach Venedig fahre. Er zeigte mir auf der Karte einen Weg entlang des Flusses "Brenta", wo ich abseits des Autoverkehrs fahren kann. Der Anfang des weges lag direkt am ende der Brück, auf der wir uns trafen. Er gab mir die Karte und erzählte mir noch, dass er auch mal in Deutschland und Dänemark war um Urlaub zu machen. Es ist wirklich unglaublich, wie nett einige Menschen sind. So etwas erlebt man in Deutschland nicht, dass extra jemand im dichten Verkehr anhält, um einem den Weg zu erklären.

Den Weg, den er mir erklärte, war sogar ein Radwanderweg. Der 1. den ich gesehen habe, der einer Beschilderung folgte. Also war der Rest relativ einfach. Entlang kleiner Städte und abseitsgelegener Dörfer war ich gegen 13.30 Uhr in Fusina. Dort war ein Campingplatz, der geöffnet hatte und sehr gut von Wohnmobilen besucht war. Der Platz liegt direkt am Wasser und hat einen eigenen Anleger mit einer Fähre nach Venedig. Die Überfahrt von dort kostet Hin- und Rückweg € 10. Ich nahm die nächste Fähre und gelangte nach ca. 25 Minuten mitten in Venedig am Hafen an.

Die Menschenmassen, die von den anderen Fähren ausstiegen schoben sich durch die schmalen Gassen. Da das Wetter ausgezeichnet war, hat jeder die Gelegenheit genutzt, Venedig zu sehen. Der Reiz an dieser Stadt sind die Gassen und die zahlreichen Brücken über die Kanäle und dem Trubel, der dort herrscht. Allerdings ist das Geschiebe der Menschenmassen nach kurzer Zeit ganz schön nervig, da man nirgendwo entspannt sich die Geschäfte oder Gebäude ansehen kann. Vor allem Asiaten, Franzosen und engländer hatten sich den Jahreswechsel in Venedig gegönnt.

Gegen 17 Uhr bin ich wieder mit der Fähre nach Fusina gefahren, da ich am nächsten Tag noch meine Reservierung für mein Rad besorgen musste und dazu nach Mestre musste.

 

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von mein-radreisetagebuch - veröffentlicht in: Verona nach Venedig 2011
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